Der Mensch bekämpfte den Wolf seit Jahrhunderten und rottete ihn in weiten Teilen Europas aus. Heute wandert der Wolf in Gebiete ein, aus denen er vor langer Zeit verschwand, auch in Deutschland.
Seit dem Jahr 2000 ziehen wilde Wölfe wieder ihre Jungen im Osten Deutschlands, in der Lausitz, auf. Seit 2005 gibt es hier sogar mehrere Wolfsfamilien. Doch Sichtungen sind sehr selten, denn der Wolf meidet die Begegnung mit dem Menschen. Aber er hinterlässt Spuren, die seine Anwesenheit verraten.
Die Ausstellung „Wölfe", eine Leihgabe des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz, folgt den Spuren der Tiere und gibt Einblick in die Untersuchungsmethoden von Wildbiologen. Am Beispiel der Lausitzer Bestände vermittelt die Schau wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Ökologie von freilebenden Wölfen und beleuchtet das Wolfsmanagement, die Akzeptanz in der Bevölkerung, europäische Bemühungen zum Wolfsschutz, aber auch die Konflikte, die die Anwesenheit des Wolfes oft mit sich bringt.
Filmaufnahmen der Lausitzer Wolfsrudel, Modelle, Präparate und zahlreich akustische Installationen runden das Erlebnis für die Besucher ab. Begleitend zur Ausstellung bietet das Natureum ein 90 minütiges, betreutes Programm für Schulklassen und Gruppen an. Außerdem gibt es täglich eine 30-minütige kostenlose Führung. Auch Abstecher in den benachbarten Zoo Wingst, wo ein aus sieben Tieren bestehendes Wolfsrudel lebt, sind möglich. Natureum-Besucher erhalten einen vergünstigten Eintritt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Sonnabend und Sonntag 12 bis 17 Uhr. Sie erreichen das Natureum Niederelbe in 21730 Balje / Neuhaus über Stade - Wischhafen / Elbefähre - Freiburg oder die B 73 Stade - Cuxhaven (Abfahrt Neuhaus / Natureum). Der Eintritt beträgt 4,00 bzw. ermäßigt 3,00 Euro. Info-Telefon: (04753) 84 21 10. Hunde dürfen nicht auf das Museumsgelände.
Weitere Informationen: www.natureum-niederelbe.de
.