Der Service-Club Soroptimist International Club Cuxhaven - Stadt und Land lädt am 10. Februar 2012 um 20:00 Uhr zu einem Benefiz- und Erzählabend mit Roger Willemsen ins Stadttheater Cuxhaven ein.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Cuxhaven und mit freundlicher Unterstützung der EWE Cuxhaven kommen alle Einnahmen dieses Abends den Projekten „Brunnen in Afghanistan" und „Wasser-Experimentierkisten für Grundschulen im Cuxland" zugute.
Roger Willemsen erzählt ohne Rückgriff auf den geschriebenen Text von seinen Reisen – anekdotisch, amüsant, aber auch informativ und bewegend. Sein Buch „Die Enden der Welt" war monatelang auf den Bestsellerlisten. Willemsen wird ein besonderes, extra für die Veranstaltung in Cuxhaven modifiziertes Programm vortragen, das den Untertitel „von Meer zu Meer" trägt.
Weltweit war Roger Willemsen unterwegs, um seine Enden der Welt zu finden. Es waren geographische - das Kap von Südafrika, Patagonien, der Himalaja, der Nordpol - und sehr individuelle Endpunkte: ein Bordellflur in Bombay, ein Bett in Minsk, eine Behörde im kriegszerrütteten Kongo, eine Bahnstation in Birma. Willemsen bestieg einen sibirischen Vulkan und entkam auf Tonga einem Schiffsunglück, besuchte das Exil der Tuaregs und die Scheintoten in Katmandu.
Es kam zu existentiellen Wendungen, zu rätselhaften Todesfällen und bemerkenswerten Begegnungen, die sich zu Geschichten verdichteten. Es geht in grandiosen Reisebildern von den Enden der Welt auch um ein Enden in anderem Sinn: um ein Ende der Liebe, der Illusionen, der Ordnung und Verständigung. Um das Ende des Lebens – und um den Neubeginn.
Roger Willemsen wurde 1955 in Bonn geboren. Er studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Bonn, Florenz, München und Wien. Nebenher arbeitete er als Nachtwächter, Reiseleiter und Museumswärter. 1984 promovierte er über die Dichtungstheorie Robert Musils. Anschließend unterrichtete er zweieinhalb Jahre als Assistent für Literaturwissenschaft an der Universität München. Sein Habilitationsvorhaben über den „Selbstmord in der Literatur" gab er zugunsten seiner Tätigkeit als freier Autor auf.
Willemsen arbeitete in der Folgezeit als Essayist, Herausgeber und Übersetzer u.a. von Thomas Moore und Umberto Eco. Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Südostasien zu Recherchen für einen Roman ging er 1988 für drei Jahre nach London, wo er auch als Korrespondent für verschiedene Rundfunkstationen, Zeitschriften und Zeitungen arbeitete. Willemsen ist 'amnesty'-Botschafter, Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin.
Im Anschluss an den Erzählabend laden die Veranstalter zu einem Sektempfang mit Roger Willemsen ein.
Als Weihnachtstipp empfiehlt der Club Soroptimist International die Eintrittskarten als Geschenk für den Nikolausstiefel oder unter den Weihnachtsbaum.